E. Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung der Projektergebnisse

E.1 NATURA-2000 - Allgemeine Öffentlichkeitsarbeit

Um die Inhalte des Projekts in der Rhön und darüber hinaus zu verbreiten, gibt es viele Ideen. So wurde nicht nur ein Logo entwickelt und eine Website erstellt, sondern es soll in Zukunft auch Broschüren, Faltblätter und Wandkalender geben. Zusätzlich finden auch Infoveranstaltungen und eine Abschlusstagung statt. Am Ende soll dann ein Abschlussbericht verfasst werden, der auch aufgezeigt, wie die Maßnahmen nach dem LIFE-Projekt fortgeführt werden soll.

E.2 NATURA-2000 - Spezielle Öffentlichkeitsarbeit

Im Bereich der speziellen Öffentlichkeitsarbeit entstehen verschiedene Aktionen, die über die Inhalte des LIFE-Projekts und darüber hinaus informieren. So sollen etwa neue Wanderwege entstehen, die die Maßnahmen von dem Projekt verdeutlichen, oder die besonderen Typen des Berggrünlandes zeigen. Zum Wissenstransfer dienen auch eine neue App zum Pflanzenbestimmen und ein Onlinespiel für Kinder.
Außerdem sollen Wettbewerbe stattfinden, um die Themen in der Öffentlichkeit präsenter zu machen. So wird nicht nur ein Fotowettbewerb ausgerufen, sondern auch eine Wiesenmeisterschaft durchgeführt und eine Wiesenkönigin nominiert.

E.3 Ausbildung von Natur- und Landschaftsführern mit besonderem Fokus auf die Schutzgüter von NATURA 2000 in der Vogelschutzkulisse des Biosphärenreservats Rhön/Hessen

Die Rhön als anerkannte Wanderregion bietet ein großes Potenzial, um durch geführte Wanderungen die Besonderheiten des Berggrünlandes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wichtig ist dabei die Ausbildung und Qualifizierung von Natur- und Landschaftsführern. Durch ein zusätzliches Modul zum Thema Natura 2000 und seine Schutzgüter lässt sich die Qualifizierung gut erweitern.
Die neuen Natur- und Landschaftsführer sollen dann ihr Wissen über die Besonderheiten des Natura-2000-Gebietes in ihren Führungen weitergeben.

E.4 Informationszentrum des Biosphärenreservats Rhön mit besonderem Fokus auf die Schutzgüter von NATURA 2000 in der Vogelschutzkulisse des Biosphärenreservats Rhön/Hessen

Zu den zentralen Aufgaben des Biosphärenreservats Rhön zählen Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie eine aktive Kommunikation mit einheimischer Bevölkerung und Gästen. Dabei sollen neben dem Natur- und Artenschutzgedanken auch die nachhaltige Regionalentwicklung vermittelt werden.
Das Projekt möchte bei diesen Aufgaben helfen und eine Abteilung des neu geplanten Informationszentrums umsetzen, in der nicht nur eine LIFE-Ausstellung, sondern auch eine Dauerausstellung zu NATURA 2000 entstehen soll.

E.5 Gesamtbetriebswirtschaftliche NATURA 2000 Beratung

Die neue Beratung soll die Möglichkeit bieten, naturschutzfachliche Anforderungen auf Betriebsflächen mit konkreten, wirtschaftlich sinnvollen Modellen des landwirtschaftlichen Betriebs zu verbinden. Dabei sollen auch die Informationen, die in den Maßnahmen A.1, A.4 und C.1 gewonnen wurden, an die Betriebe weitergegeben werden.
Konkrete Vorschläge für Nutzungsänderungen, ebenso wie neue, alternative Betriebsmodelle der naturschutzorientierten Landnutzung werden hier überprüft. Beispiele für solche neuen Modelle sind etwa die Integration von Landschaftspflege in die Aufgaben des Hofes, oder der Verkauf von neuen Bergwiesenprodukten.

E.6 Fachlicher Know-How-Transfer and networking with other LIFE-Projects

In dieses Projekt soll das Wissen vieler Experten integriert werden. Dazu sollen Workshops stattfinden, auf denen ein Wissensaustausch ermöglicht wird. Zusätzlich sollen Kontakte zu anderen LIFE-Projekten hergestellt werden, um gegenseitig Erfahrungen austauschen zu können.

E.7 Vordenkergruppe Landwirtschaft

Eine Gruppe von engagierten Landwirten soll die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen begleiten und ergänzend neue Wege finden, wie eine bessere Nutzung der Flächen möglich sein kann. Die Grundlage für ihre Arbeit sind dabei die Ergebnisse aus den Maßnahmen A.4, A.6 und C.8. Außerdem können in diesem Forum neue Vermarktungsstrategien entwickelt werden, um mehr Landwirte davon zu überzeugen, dass auch sie vom Naturschutz profitieren können.
Zusätzlich sollen sie internationale Fachexkursionen und Informationsveranstaltungen mitgestalten.

E.8 LIFE macht Zicken

Durch eine Beratung soll die Ziegen- und Eselhaltung auf den Hutungen der Rhön gefördert werden, da diese Tiere besonders geeignet sind, um Flächen von Gebüschen freizuhalten.
Deswegen wird es das Angebot einer Ziegenfachberatung als Hilfestellung für Betriebe gegeben, die in die Haltung von Landschaftspflegeziegen (und bei Interesse auch von Eseln) einsteigen möchten. Durch die Beratung sollen die Landwirte vor allem technische und tierhalterische Informationen erhalten.

E.9 Öffentlichkeitsarbeit und Betreuung der lokalen Akteure

Um die Öffentlichkeitarbeit zu koordinieren und die lokalen Akteure zu betreuen, wurde eine neue Teilzeitstelle eingerichtet. 

Infotafel auf einer Extratour - Foto: LIFE-Team

Besichtigung eines anderen LIFE Projektes - Foto: LIFE-Team

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